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Gefährdungs- und Belastungsfaktoren

Lärm

Beispiele für Maßnahmen:

  • Ermitteln, ob die Auslösewerte eingehalten sind
      Tages-Lärm­expositions­pegel LEX,8h Spitzen­schalldruck­pegel
    LC, peak
    Untere Auslösewerte 80 dB(A) 135 dB(C)
    Obere Auslösewerte 85 dB(A) 137 dB(C)
  • Prüfen, ob die folgenden Beurteilungspegel am Arbeitsplatz eingehalten sind:
    • überwiegend geistige Tätigkeit ≤ 55 dB(A),
    • einfache, überwiegend mechanisierte Bürotätigkeit ≤ 70 dB(A),
    • sonstige Tätigkeit ≤ 85 dB(A).
  • Die Lärmemission muss am Entstehungsort verhindert oder soweit wie möglich verringert werden. Technische Maßnahmen haben Vorrang vor organisatorischen
    (§ 7 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV).
  • Anwendung alternativer Arbeitsverfahren, Auswahl und Einsatz lärmarmer Arbeitsmittel
    (§ 7 Abs. 2 LärmVibrationsArbSchV).
  • Lärmmindernde Gestaltung von Arbeitsplätzen, technische Maßnahmen zur Luftschall­minderung wie Abschirmung oder Kapselung
    (§ 7 Abs. 2 LärmVibrationsArbSchV).
  • Ab 80 dB(A) Gehörschutz zur Verfügung stellen, auf Benutzung hinwirken
    (§ 8 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV, siehe auch BGR 194 und BGI 5024).
  • Ab 85 dB(A) muss Gehörschutz benutzt werden, Kontrolle ist erforderlich
    (§ 8 Abs. 3 LärmVibrationsArbSchV).
  • Lärmbereiche ab 85 dB(A) kennzeichnen (§ 7 Abs. 4 LärmVibrationsArbSchV).
  • Für Lärmbereiche ab 85 dB(A) schriftliches Lärmminderungsprogramm aufstellen
    (§ 7 Abs. 5 LärmVibrationsArbSchV).
  • Beschäftigte unterweisen (§ 11 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV).
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge
    • ab 80 dB(A) Angebotsuntersuchung (§ 5 mit Anhang Teil 3 ArbMedVV),
    • ab 85 dB(A) Pflichtuntersuchung (§ 4 mit Anhang Teil 3 ArbMedVV).

Quelle/Info: LärmVibrations­ArbSchV, ArbStättV, T011