11 Ganzkörperschwingungen

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Gefährdungs- und Belastungsfaktoren

Ganzkörperschwingungen

Beispiele für Maßnahmen:

  • Am Arbeitsplatz auftretende Exposition ermitteln und bewerten
    (§ 3 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV).
  • Kann die Einhaltung der Auslöse- und Expositionsgrenzwerte nicht sicher ermittelt werden, besteht die Verpflichtung zur Messung (§ 3 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV)
    • Expositionsgrenzwert A(8) = 1,15 m/s² in X- und Y-Richtung und
      A(8) = 0,8 m/s² in Z-Richtung,
    • Auslösewert A(8) = 0,5m/s².
  • Bei Überschreitung der Auslösewerte muss ein Programm zur Minderung der Exposition durch Vibration erarbeitet werden (§ 10 Abs. 4 LärmVibrationsArbSchV).
  • Vibrationen müssen am Entstehungsort verhindert oder soweit wie möglich verringert werden (§ 10 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV).
  • Auswahl und Einsatz von Arbeitsmitteln, die möglichst geringe Vibrationen verursachen, z. B. Fahrzeuge mit geringer Schwingungsintensität (§ 10 Abs. 2 LärmVibrationsArbSchV).
  • Bereitstellung von Zusatzausrüstung, z. B. schwingungsgedämpfte Sitze oder federnde Bereifung (§ 10 Abs. 2 LärmVibrationsArbSchV).
  • Ebene und stoßfreie Fahrbahnen gewährleisten (Schlaglöcher beseitigen).
  • Auf Fahrweise achten (langsam, den Fahrbahnverhältnissen angepasst).
  • Auf richtige Körperhaltung achten.
  • Expositionszeit möglichst verringern.

Quelle: LärmVibrations­ArbSchV, DIN EN 14 253, VDI 2057, ISO 2631

Literatur: Eberhard Christ, Siegfried Fischer, Uwe Kaulbars, Detlev Sayn. „Vibrationseinwirkungen an Arbeitsplätzen - Kennwerte der Hand-, Arm- und Ganzkörperschwingungsbelastung", BIA-Report 6/2006, ISBN 3-88383-709-1