12 Hand-Arm-Schwingungen

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Gefährdungs- und Belastungsfaktoren

Hand-Arm-Schwingungen

Beispiele für Maßnahmen:

  • Am Arbeitsplatz auftretende Exposition ermitteln und bewerten (§ 3 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV).
  • Kann die Einhaltung der Auslöse- und Expositionsgrenzwerte nicht sicher ermittelt werden, besteht die Verpflichtung zur Messung (§ 3 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV)
    • Expositionsgrenzwert A(8) = 5 m/s²,
    • Auslösewert A(8) = 2,5m/s².
  • Bei Überschreitung der Auslösewerte muss ein Programm zur Minderung der Exposition durch Vibration erarbeitet werden (§ 10 Abs. 4 LärmVibrationsArbSchV).
  • Vibrationen müssen am Entstehungsort verhindert oder soweit wie möglich vermindert werden (§ 10 Abs. 1 LärmVibrationsArbSchV).
  • Auswahl und Einsatz von Arbeitsmitteln, die möglichst geringe Vibrationen verursachen, z. B. schwingungsgedämpfte handgeführte Arbeitsmaschinen (§ 10 Abs. 2 LärmVibrationsArbSchV).
  • Niederfrequente Schwingungen (10-30 Hz) vermeiden, da diese zu Resonanzschwingungen im Hand-Arm-System führen.
  • Frequenzen zwischen 30 und 150 Hz vermeiden, da sie im Haut- und Muskelbereich der Hand absorbiert werden und periphere Schäden hervorrufen können.
  • Schwingungsgeminderte Werkzeuge verwenden.
  • Handgriffe mit Dämpfungen oder Abfederungen verwenden.
  • Arbeitszeit am Gerät verringern.
  • Rückstöße durch aktiven Gegendruck auffangen.
  • Nach Möglichkeit kalte Gerätegriffe vermeiden.
  • Antivibrationshandschuhe benutzen.

Quelle: LärmVibrations­ArbSchV, DIN EN 28 662, DIN V 45 694, VDI 2057

Literatur: IFA-Handbuch 230302: „Technischer Vibrationsschutz bei Hand-Arm-Schwingungseinwirkung"